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Problematik der eigenen (privaten) IP-Adressen

In den meisten Fällen werden freie, nicht offiziell erreichbare IP-Adressen innerhalb Firmennetzen und zuhause verwendet. Zu diesen Netzen gehören z. B. 192.168.X.X oder 172.16.X.X. Wird ein solches Netzwerk genutzt, so sind diese IP-Adressen nicht aus dem Internet erreichbar und können somit nicht direkt als Adresse für die Kamera in der C-MOR-Oberfläche angegeben werden.

Problematik der eigenen (privaten) IP-Adressen

Wie ist also eine private IP-Adresse zu verstehen?

Stellen Sie sich vor, Sie arbeiten in einer Firma mit Telefonanlage. Dort innerhalb der Firma ist Ihre (interne) Telefonnummer die Nummer -123. Kollegen in der Firma können Sie also immer telefonisch erreichen, wenn sie die Nummer 123 wählen. Was passiert aber, wenn Ihr Bekannter von zuhause aus Sie anrufen möchte und er die Nummer 123 wählt? Richtig, der Anruf kommt nicht bei Ihnen an und landet im "Nirvana". Der Bekannte muss also die Firmentelefonnummer und die Durchwahl wählen bzw. sogar auch die Vorwahl der Ortschaft in der die Firma ist. Diese Vorwahl und Firmentelefonnummer wird quasi durch eine offizielle IP-Adresse bzw. Dynamisches DNS realisiert.

Folgende Grafik verdeutlicht diese Problematik:

Woran erkenne ich eine private IP-Adresse?

Folgende Adressbereiche sind private IP-Adressen. Verwenden Sie in der Firma diese Adressen, dann können Sie daran erkennen, dass die Adresse nicht vom Internet aus erreichbar ist:

Adressbereiche:

10.0.0.0 bis 10.255.255.255
172.16.0.0 bis 172.31.255.255
192.168.0.0 bis 192.168.255.255

Problemlösung

Es gibt zwei Ansätze, um dieses Problem zu lösen.

Ansatz 1:

Beantragen einer festen IP-Adresse beim Provider. Das ist die einfachste Lösung, aber auch die kostspieligste, da eine feste IP-Adresse mit monatlichen Kosten verbunden ist. Auch wenn Sie eine feste IP-Adresse haben, muß am Router (DSL-Router) noch das Portforwarding bzw. NAT eingestellt werden, so dass die Kamera auf dem WWW-Service Port (idR. Port 80) erreichbar ist.

Ansatz 2:

Melden Sie sich bei www.dyndns.org an. Die meisten DSL-Router unterstützen DynDNS. Bei DynDNS handelt es sich um einen sehr seriösen Dienstleister, der zu Werbezwecken diesen Dienst kostenlos anbietet. Wir selbst arbeiten auch sehr viel mit DynDNS zusammen und können diesen Dienstleister wärmstens weiterempfehlen. Nach dem Beantragen eines Benutzerzugangs richten Sie dort einen host-Service ein. Also einen Dienst, der über Ihren Router die aktuell zugewiesene IP-Adresse ermittelt und einem Internetnamen zuweist, z. B. mustermann.dyndns.org. Damit erreichen Sie, dass Ihr Router über die Adresse mustermann.dyndns.org erreichbar wird. Haben Sie diese kleine Hürde geschafft, dann muß lediglich noch das Portforwarding bzw. NAT eingestellt werden, so dass Ihre Kamera aus dem Internet über den Port 80 erreichbar wird. Haben Sie hier alles richtig eingestellt, dann ist Ihre Kamera jetzt über die Adresse http://mustermann.dyndns.org abrufbar. Beispielsweise kann auch an der Kamera der TCP-IP-Port auf einen alternativen Port gesetzt werden. Setzen Sie die Kamera auf Port 8080, dann muß auch die Router-Konfiguration dahingehend angepaßt werden. In diesem Fall wäre die Kamera dann unter der Adresse http://musterman.dyndns.org:8080 erreichbar.




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